St. Maurinus und Marien

Katholische Kirchengemeinde für Lützenkirchen und Quettingen

Messdiener

Roma 2010: Bericht von der Ministranten-Wallfahrt

Sarah P.Das Motto der Ministranten-Wallfahrt 2010 nach Rom ist: „Seid Feuer und Flamme“! Und das haben wir wirklich erlebt! Hier ist ein kurzer Bericht:
Wir sind mit zwei Sonderzügen am Sonntag, 10.10., von Köln-Deutz nach Roma Ostiense gefahren. Die Sonderzüge hießen Alpha und Omega, und jeder war zwei Kilometer lang! Insgesamt waren wir fast 2.300 Messdiener und Begleiter aus dem Erzbistum Köln. Die Pilgergruppe aus Lützenkirchen und Quettingen umfasste 14 Personen.
Die Hinfahrt mit dem Zug Omega dauerte 22 Stunden. Im Zug haben wir gesungen und gebetet, und vor allem sind wir immer wieder herumgelaufen und haben eine Menge neuer Leute aus den verschiedensten Gemeinden kennen gelernt.
In Rom haben wir vier gemeinsame Feiern mit allen 2.300 Teilnehmern gehabt: Am Montag die Eröffnungsmesse in Sankt Johannes im Lateran mit Diözesan-Jugendseelsorger Pfr. Mike Kolb; am Dienstag die Bibelarbeit im Park und in Santa Maria Maggiore; am Mittwoch die Generalaudienz von Papst Benedikt xvii. auf dem Platz von St. Peter; und am Donnerstag die große Abschlussmesse mit Kardinal Joachim Meisner und dem anschließenden Picknick aller Pilger in St. Paul vor den Mauern. Der Kardinal hat gesagt, dass er stolz ist auf uns Messdiener, und ohne uns wäre die Kirche im Erzbistum Köln nicht, was sie ist.
Zwischen diesen Feiern sind wir sehr viel in Rom herumgezogen und haben alles angesehen und erlebt, was Freude macht. Immer wieder sind wir von unserer Pilgergruppe anderen Jugendlichen begegnet, die denselben gelben Wallfahrtsschal trugen wie wir. Immer wieder haben wir unsere Gesänge hören lassen. Und immer wieder sind wir weiter gewandert, immer weiter, so weit uns die Füße trugen (die manchen ganz schön weh getan haben). Und natürlich waren die römischen Nächte recht kurz in unserem Hotel Consul an der Via Aurelia, Nr. 727 westlich vom Vatikan.
Liebe Familien und Freunde, seid uns nicht böse, wenn wir nicht so viele Postkarten geschrieben und Anrufe gemacht haben, wie ihr es erhofft habt. Denn Pilgern in Rom ist wirklich recht anstrengend. Wir Lützenkirchener und Quettinger haben als erstes die Kuppel vom Petersdom bestiegen. Viele Hundert Stufen waren es, und dann konnten wir bei schönstem Sonnenschein den herrlichen Ausblick auf Rom und die Berge ringsum genießen. Dann haben wir den Petersdom, die größte Kirche der Welt, von innen gesehen. Am Grab des Apostels Petrus haben wir die Kerzen für unsere Heimatkirchen und viele liebe Menschen in der Heimat gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Wir hoffen, dass auch Ihr an uns gedacht habt!
Wir waren auf der berühmten Spanischen Treppe; und wir haben uns über das Kapitol in das antike Rom (Forum Romanum und Colosseum) hineingefräst. Wir haben das Pantheon gesehen, Eis im alten Stadtteil Trastevere gegessen und an der leuchtenden Piazza Navona unsere Lieblings-Pizzeria gefunden: „Zum Gelben Kürbis“.
Wir haben bei Santa Maria in Cósmedin unsere Hand in die „Bocca della Verità“, das „Maul der Wahrheit“, gehalten. Das Maul hat nicht zugebissen, sondern wir haben alle Finger unversehrt wieder herausgezogen. Das heißt: Keiner von uns hat gelogen und betrogen, wir sind die reinsten Engel!
Auch sind wir in der unheimlichen Domitilla-Katakombe gewesen, dem unterirdischen christlichen Friedhof aus dem 3. und 4. Jahrhundert. Die Grabgänge sind 17 Kilometer lang, in 4 Stockwerken unter der Erde, und alles, was vom menschlichen Leib übrig bleibt, ist Asche und ein paar weiße Krümel... Hoffentlich sind die, die dort beerdigt wurden, jetzt alle bei Gott im Himmel.
So viel haben wir erlebt. Und als wir eine Umfrage gemacht haben, was das beste war, gab es verschiedene Antworten. Die einen sagen: Der Papst! Denn wir waren dank der vorausschauenden Planung des Kaplans bloß zwei Meter von ihm entfernt, als er vorüber kam und die Menschen segnete. Und andere sagen: Das beste war die Zugfahrt...
Wir sind Gott und unseren Eltern und den Gemeinden in Lützenkirchen und Quettingen so dankbar, dass sie uns diese Pilgerfahrt möglich gemacht haben. Wir werden sie nie vergessen. Und wir hoffen, dass der Segen Gottes, den wir bekommen haben, noch lange anhält und dass auch unsere Familien durch uns etwas von Seiner Güte abkriegen. Danke!
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